Mittwoch, 20. Januar 2010
Kategorie: ECARF-News
Die Prognose gründet sich auf Messungen der Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst (PID) während der vergangenen zehn Jahre, in denen ein Zweijahresrhythmus der Birkenpollenintensität festgestellt wurde. In Jahren mit 'geraden' Jahreszahlen ließen sich regelmäßig hohe Mengen an Birkenpollen nachweisen, während es in 'ungeraden' Jahren wie dem vergangenen meist geringeren Birkenpollenflug gab. Die Ursache für den jährlichen Wechsel zwischen hohen und niedrigen Birkenpollenwerten ist wissenschaftlich nicht eindeutig geklärt. Für fruchttragende Bäume wie Apfel- oder Birnbäume gibt es allerdings den Begriff der "Mastjahre", in denen die Bäume einen besonders hohen Ertrag an Früchten liefern.
"Ich rate allen Birkenpollenallergikern, dass sie sich schon vor Beginn des Birkenpollenflugs in diesem Jahr mit den notwendigen Antihistaminika versorgen", sagt Prof. Dr. med. Karl-Christian Bergmann, Pneumologe und Leiter der Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst (PID). Die Birkenpollensaison 2010 dauert voraussichtlich von Ende März bis Ende Mai.
Birkenpollenallergiker sollten außerdem mit ihrem Allergologen, Pneumologen oder Hausarzt über die Möglichkeit einer spezifischen Immuntherapie (Hyposensibilisierung) sprechen. Mittlerweile stehen Kurzzeit-Immuntherapien zur Verfügung, die noch vor Beginn des Birkenpollenflugs durchgeführt werden können. Birkenpollenallergiker, die während der Pollensaison außer den üblichen Nasenbeschwerden einen trockenen Husten entwickeln, sollten unbedingt einen Lungenfacharzt aufsuchen, um frühzeitig ein möglicherweise vorhandenes Asthma zu erkennen.
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