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ECARF fordert größeres Engagement für die Allergieforschung

Mittwoch, 07. Juli 2010
Kategorie: Pressemitteilungen, ECARF-News

Die Europäische Stiftung für Allergieforschung (ECARF) fordert anlässlich des Weltallergietages am 8. Juli mehr öffentliche Forschungsmittel.

Europas Allergieforschung braucht Fördermittel

Die Europäische Stiftung für Allergieforschung (ECARF) fordert anlässlich des Weltallergietages am 8. Juli mehr öffentliche Forschungsmittel

Der diesjährige Weltallergietag ist kein Tag zum Feiern: Allergische Erkrankungen sind in Europa weiterhin auf dem Vormarsch. Jeder dritte Europäer leidet aktuell daran, in zehn Jahren wird bereits jeder zweite betroffen sein. Derzeit verursachen allergische Erkrankungen europaweit Gesundheitskosten von bis zu 100 Milliarden Euro pro Jahr. Damit gehören Allergien zu den großen Volkskrankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes oder Krebs. Allergien werden häufig immer noch bagatellisiert, Patientinnen und -patienten vielerorts falsch oder gar nicht therapiert. Echte Fortschritte in der Prävention und Therapie können aber nur erfolgen, wenn die Allergieforschung stärker als bisher gefördert wird:

"Die Allergieforschung in Europa ist unterfinanziert", sagt Prof. Dr. med. Torsten Zuberbier, Leiter der Europäischen Stiftung für Allergieforschung (ECARF). "Wenn wir aber in der allergologischen Forschung international führend sein und weiteren volkswirtschaftlichen Schaden abwenden wollen, müssen mehr öffentliche Mittel zur Verfügung gestellt werden. Profitieren werden davon vor allem die zahlreichen Allergiepatientinnen und -patienten in Europa, die einen Anspruch auf hohe Lebensqualität haben."

 

Allergieforschung in Deutschland

Gerade in Deutschland ist die Allergieforschung in einer schwierigen Situation. Nicht nur die nach wie vor starke Trennung zwischen Grundlagen- und klinischer Forschung und die Zersplitterung in verschiedenen medizinischen Disziplinen hemmen die Weiterentwicklung. Hauptproblem ist die geringe finanzielle Unterstützung. In einer aktuellen Umfrage der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie (DGAKI) bewerteten die befragten Experten die nationale finanzielle Förderung mit der Schulnote 3,4, besonders die Förderung mit Landesmitteln wurde als gering betrachtet (Note 4,1). Ein Blick in die GEPRIS-Datenbank der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) legt nahe, dass die Erforschung anderer Krankheiten Priorität hat: So werden unter dem Schlagwort "Herz" aktuell 139 geförderte Einzelprojekte genannt, bei "Krebs" 82 und bei "Allergie" 20 Projekte.

Nach Meinung der im Rahmen der DGAKI-Studie befragten Experten muss die Allergieforschung in Deutschland im internationalen Wettbewerb aufholen. Zwar sehen sie sich auf dem Gebiet der Epidemiologie international weiterhin in der Spitzengruppe, in der Grundlagen- und Klinischen Forschung aber nur im Mittelfeld.

Mehr erfahren Sie hier: www.dgaki.org



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