Allergieforschung

ECARF fördert die Allergieforschung und unterstützt wissenschaftliche Arbeitsgruppen des Allergie-Centrum-Charité der Charité – Universitätsmedizin Berlin. Die Arbeitsgruppen haben sich auf die Erforschung der Mastzellen und B-Zellen, den Schlüsselzellen für die Auslösung allergischer Reaktionen, spezialisiert.

Auswahl der wichtigsten Publikationen der Arbeitsgruppen des Allergie-Centrum-Charité aus dem Jahr 2011:

Opens internal link in current windowProf. Dr. med. Torsten Zuberbier
Opens internal link in current windowProf. Dr. med. Margitta Worm
Opens internal link in current windowProf. Dr. med. Marcus Maurer
Opens internal link in current windowProf. Dr. med. Karl-Christian Bergmann
Opens internal link in current windowDr. med. Christina Elisabeth Zielinski

Prof. Dr. med. Torsten Zuberbier

Leiter der Stiftung ECARF und Sprecher des Allergie-Centrum-Charité

Autor

Thema

Titel

Erscheinung

Prof. Dr. med. Torsten Zuberbier et. al.

Untersuchungen mit Heuschnupfen

"How to design and evaluate randomized controlled trials in immunotherapy for allergic rhinitis: an ARIA-GA(2) LEN statement"

Allergy, 2011

Zusammenfassung:
Oben genannte Studie trägt dazu bei, Wissenslücken bei der Bewertung einer angesehenen Therapieform bei Allergischer Rhinitis zu reduzieren. Die Spezifische Immuntherapie (SIT) ist neben der konservativ medikamentösen Behandlung der Erkrankung (Pharmakotherapie) ein wichtiger Therapieansatz in der Allergischen Rhinitis. Beide Therapieformen werden regelmäßig von randomisierten kontrollierten Studien (RCT) überprüft. Die Ergebnisse dieser RCTs sollen laut vorliegender Studie allerdings differenzierter betrachtet werden. Die Studie zeigt offene Fragen im Studiendesign auf, die deutlich machen, dass die SIT gesondert und gerade in Abgrenzung von der Pharmakotherapie untersucht werden sollte. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die sublinguale Immuntherapie geworfen. In dieser spezifischen Form der Immnuntherapie erfolgt die Desensiblisierung gegen Allergene über die Mundschleimhaut durch Einnahme von Tropfen.Die Studie macht außerdem Vorschläge für ein differenzierteres Studiendesign für RCTs.

Prof. Dr. med. Torsten Zuberbier et. al.

Neue Therapiemöglichkeit mit Birkenpollenextrakten für Neurodermitispatienten

"Subcutaneous immunotherapy with a depigmented polymerized birch pollen extract - a new therapeutic option for patients with atopic dermatitis."

Int Arch Allergy Immunol, 2011

Zusammenfassung:
Die Studie leistet einen Beitrag zur Forschung über neuartige Therapiemöglichkeiten der atopischen Dermatitis, besonders bei Patienten, die gegen Birkenpollen allergisch sind. Die Spezifische Immuntherapie (SIT) (auch Hyposensibilisierung) ist eine ‚Gewöhnung‘ des Immunsystems an Allergene. Normalerweise wird diese Therapie bei Atemwegsallergien angewendet, sie könnte aber auch eine Therapiemöglichkeit für allergische Hauterkrankungen sein. Studien haben bereits gezeigt, dass die SIT mit Hausstaubmilben bei AD-Patienten, die eine Hausstaubmilbenallergie haben, Erfolg gezeigt hat. Birkenpollen sind wichtige Freiluftallergene, die Symptome der atopischen Dermatitis (AD) verstärken können. Vorliegende Studie bewertet das erste Mal die Sicherheit und Effektivität einer SIT mit Birkenpollen bei Patienten mit atopischer Dermatitis, die gegen Birkenpollen allergisch sind. Ergebnisse der Studie zeigen eine wesentliche Verbesserung der Symptome bei den Patienten.

Prof. Dr. med. Torsten Zuberbier et. al.

Behandlung Chronischer Urtikaria mit Antihistaminen der 2. Generation

"Pharmacologic rationale for the treatment of chronic urticaria with secondgeneration nonsedating antihistamines at higher-than-standard doses."

JEADV, 2011

Zusammenfassung:
Die Studie untersucht die Therapie der chronischen Urtikaria mit nicht-sedierenden Antihistaminika der zweiten Generation im Hinblick auf Konflikte zwischen Dosierung, Effektivität und Lebensqualität. Zum Hintergrund: nicht-sedierende d.h. nicht müde machende Antihistaminika sind heute die erste Wahl bei der Therapie der Chronischen Urtikaria, vor allem auf Grund ihrer guten Verträglichkeit. Einige Patienten zeigen keine ausreichende Wirkung mit der Standarddosierung von einer Tablette täglich, wie sie die internationalen Leitlinien empfehlen. Die Vorliegende Studie beleuchtet hier verschiedene Lösungswege, wobei im Fokus immer das Verhältnis zwischen Effektivität, Sicherheit und Lebensqualitäts-Faktoren steht. Die Autoren empfehlen in den meisten Fällen eine Dosierungserhöhung.

Prof. Dr. med. Torsten Zuberbier et. al.

Klassifikation und Diagnostik der Urtikaria

"Klassifikation und Diagnostik der Urtikaria: German language version of the international S3-guideline"

Allergo Journal, 2011

Zusammenfassung:
Urtikaria ist eine häufige Erkrankung. Die Lebenszeitprävalenz für Urtikaria liegt bei nahezu 20%. Urtikaria verursacht nicht nur eine Einschränkung der Lebensqualität, sondern beeinflusst auch die Leistungsfähigkeit bei der Arbeit und in der Schule und zählt daher zur Gruppe der schweren allergischen Erkrankungen. Diese Leitlinie umfasst die Definition und Klassifikation der Urtikaria unter Einbeziehung der wesentlichen Fortschritte in der Erforschung der Ursachen, auslösenden Faktoren und Pathomechanismen dieser Erkrankung. Darüber hinaus befasst sie sich mit evidenzbasierten Strategien zur ökonomischen Diagnostik der verschiedenen Unterformen der Urtikaria. Zum ersten Mal wurde hier, bei ausreichender Beweislage, die Grading-of-Recommendations-Assessment-Development-and-Evaluation(GRADE)-Methode mit Modifikationen so weit möglich verwendet. Das Grading beachtet nicht nur die Effektivität einer Behandlung, sondern auch die Qualität dieser aus Sicht der Patienten.

Prof. Dr. med. Torsten Zuberbier et. al.

Therapie der Urtikaria

"Therapie der Urtikaria: German language version of the international S3-guideline"

Allergo Journal, 2011

Zusammenfassung:
Eine länger dauernde Urtikaria hat einen starken Einfluss auf die Lebensqualität. Daher ist, wenn kausale Faktoren nicht beseitigt werden können, eine effektive symptomatische Behandlung notwendig. Die empfohlene Therapie der ersten Wahl ist die Gabe von nicht sedierenden H1-Antihistaminika der neuen Generation. Wenn die Standarddosierung nicht ausreichend wirksam ist, sollte die Dosis bis auf das Vierfache erhöht werden. Bei Patienten, die auch auf eine solche Behandlung nicht ansprechen, sind Therapeutika der zweiten Wahl zusätzlich zu Antihistaminika zu empfehlen. Dabei sollten sowohl das Nutzen-Risiko-Profil als auch die Kosten berücksichtigt werden. Kortikosteroide sind für die Langzeitbehandlung aufgrund ihrer unvermeidbaren schweren Nebenwirkungen nicht empfohlen. Diese Leitlinie ist gemeinsam mit der Leitlinie zur Klassifikation und Diagnose der Urtikaria das Ergebnis eines Konsensus, der auf einer Podiumsdiskussion beim 3. Internationalen Konsensusmeeting zur Urtikaria, der „Urticaria 2008“, erzielt wurde.

Prof. Dr. med. Margitta Worm

Leiterin der Abteilung für klinische Allergologie und Immunologie des Allergie-Centrums der Charité und berufene Universitätsprofessorin der Charité.
Prof. Dr. med. M. Worm leitet darüber hinaus das Anaphylaxie Register, wo europaweit Daten von Patienten mit schweren allergischen Reaktionen standardisiert erhoben werden.

Autor

Thema

Title

Erscheinung

Prof. Dr. med. Margitta Worm et.al.

Risikofaktoren der Anaphylaxie

"Provoking allergens and treatment of anaphylaxis in children and adolescents – data from the anaphylaxis registry of German-speaking countries"

Pediatr Allergy Immunol., 2011

Zusammenfassung:
In dieser Arbeit werden Daten von Kindern und Jugendlichen aus dem Anaphylaxie Register in Bezug auf Nahrungsmittel ausgewertet. Sie zeigen, dass Erdnüsse und Haselnüsse die häufigsten Auslöser schwerer allergischer Reaktionen im Kindesalter sind und dass bestimmte Kofaktoren, wie beispielsweise körperliche Anstrengung, eine Rolle spielen können.

Prof. Dr. med. Margitta Worm et.al.

Neue Konzepte der spezifischen Immuntherapie

"Development and preliminary clinical evaluation of a peptide immunotherapy vaccine for cat allergy"

Journal of Allergy and Clinical Immunology, 2011

Zusammenfassung:
In dieser Placebo kontrollierten Studie wurden erstmals Peptide (Eiweiße) bezüglich ihrer Verträglichkeit und klinischen Wirksamkeit im Rahmen einer placebo-kontrollierten Studie in einer Dosis-Wirkungsbeziehung untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass die peptidspezifische Immuntherapie gut verträglich war und erste Daten bezüglich der Wirksamkeit und Toleranz vielversprechende Befunde im Sinne einer Tolleranzinduktion ergeben. Dies weist darauf hin, dass eine peptidbasierte Immuntherapie einen vielversprechenden neuen therapeutischen Ansatz zur Behandlung allergischer Erkrankungen darstellt.

Prof. Dr. med. Margitta Worm et.al.

Immunmodulation allergischer Erkrankungen

"Targeting the vitamin D receptor inhibits the B cell-dependent allergic immune response"

Allergy, 2011

Zusammenfassung:
Einer allergischen Reaktion liegt eine veränderte Immunreaktion zugrunde. Ziel unserer Forschungsarbeiten ist es durch unspezifische Stoffe, die das Immunsystem positiv beeinflussen (Immunmodulatoren), die veränderte Immunreaktion zu korrigieren. Vitamin D ist ein Molekül, das wir bereits vor vielen Jahren als Molekül identifizieren konnten, welches die allergische Immunantwort hemmt. In dieser aktuellen Arbeit konnten wir unsere Invitro-Daten ergänzen und darüber hinaus erstmalig zeigen, dass auch Moleküle, die eine Vitamin D ähnliche Struktur haben, wirksam zur Hemmung der allergischen Immunantwort eingesetzt werden können, ohne Vitamin D spezifische Nebenwirkungen wie Hyperkaliämie (Kaliumüberschuss) zu entfalten.

Prof. Dr. med. Margitta Worm et.al.

Sublinguale Immuntherapie

"Sustained 3-year efficacy of pre- and coseasonal 5-grass-pollen sublingual immunotherapy tablets in patients with grass pollen-induced rhinoconjunctivitis"

Journal of Allergy and Clinical Immunology, 2011

Zusammenfassung:
Die spezifische Immuntherapie ist die einzige kausale Behandlungsform IgE-vermittelter Erkrankungen (IgE = Immunglobulin E, ein Antikörper). Während die subkutane Immuntherapie seit Jahrzehnten durchgeführt wird, ist die sublinguale Tablettentherapie erst auf Grund neuerer Untersuchungen als evidenzbasierte Therapieoption etabliert worden. Hierbei ist besonders wichtig, dass auch nach Beendigung der Immuntherapie die klinischen Effekte weiter bestehen, da nur so eine sogenannte "Disease Modifying Wirkung" (krankheitsverändernde Wirkung)  abgeleitet werden kann. In der vorliegenden Studie wurde erstmalig gezeigt, dass die prä- und co-saisonale 5 Gräserpollen sublinguale Immuntherapie-Tablette eine solche verlängerte Wirkung auch nach Absetzen der Therapie besitzt.

Prof. Dr. med. Marcus Maurer

Leiter der Forschungsabteilung des Allergie-Centrum-Charité und Inhaber einer ECARF-Professur. Die Liste beinhaltet ebenso Studien seiner gesamten Arbeitsgruppe. 

Hier kommen Sie zum Opens external link in new windowPublikationsarchiv von Prof. Dr. med Marcus Maurer.

Autor

Thema

Titel

Erscheinung

Dr. med. Martin Metz et. al.

Anaphylaktische Reaktion

"Evidence that the endothelin A receptor can enhance IgE-dependent anaphylaxis in mice"

Journal of Allergy and Clinical Immunology, 2011

Zusammenfassung:
In dieser Arbeit zum Thema allergischer Reaktionen konnte in Untersuchungen mit Mäusen gezeigt werden, dass die medikamentöse Blockade des Endothelin A Rezeptors (ETA) zu einer verminderten Aktivierung von Mastzellen und damit zu einer abgeschwächten allergischen Entzündungsreaktion führt. Dies weist darauf hin, dass die z.B. im Zusammenhang mit bakteriellen Infektionen häufig auftretende vermehrte Produktion von Endothelin-1, welches für die ETA vermittelte Aktivierung von Mastzellen verantwortlich ist, zu einer verstärkten allergischen Reaktion führen kann.

Dr. med. Martin Metz et. al.

Allergische Reaktion ohne Nachweis einer Allergie

"Evidence for Non-Allergic Mast Cell Activation in Pollen-Associated Inflammation"

Journal of Investigative Dermatology, 2011

Zusammenfassung:
Patienten, bei denen keine Sensibilisierung gegen ein Allergen nachgewiesen werden kann, berichten immer wieder von saisonalen, allergischen Beschwerden. In dieser Arbeit konnte  in Untersuchungen mit Mäusen gezeigt werden, dass bestimmte Substanzen, z.B. aus Birkenpollen, zu einer direkten, IgE-unabhängigen Mastzellaktivierung (sprich ohne Involvierung von Antikörpern, wie es bei einer allergischen Reaktion der Fall ist) und damit zu einer „nicht-allergischen Allergie“ führen können. Zu Zeiten starken Pollenflugs können somit Symptome wie Augenjucken und Fließschnupfen ohne eine nachzuweisende Allergie auftreten.

Prof. Dr. med. Marcus Maurer und Dr. med. Markus Magerl

Risiken einer Prophylaxe mit Androgenen bei Patienten mit HAE (Hereditäres Angioödem, seltene Erbkrankheit)

"Long-term prophylaxis of hereditary angioedema with androgen derivates: a critical appraisal and potential alternatives."

Journal  der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft, 2011

Zusammenfassung:
Das Hereditäre Angioödem ist eine seltene vererbliche Erkrankung, bei der es zu spontan auftretenden Schwellungen kommt, die in vielen Fällen schmerzhaft, in einigen sogar lebensbedrohlich sind. Seit über 50 Jahren werden dagegen männliche Geschlechtshormone als vorsorgliche Behandlung verschrieben. Diese Therapie ist meist ausreichend wirksam, kann aber nicht alle Schwellungsattacken unterdrücken. Problematisch sind vor allem bei der Langzeittherapie die Nebenwirkungen, die sich auf viele Organsysteme erstrecken können. Da seit einiger Zeit verschiedene alternative Behandlungsmethoden verfügbar sind, sollte die Therapie mit männlichen Geschlechtshormonen beim Hereditären Angioödem sorgfältig bedacht werden.

Prof. Dr. med. Marcus Maurer et. al.

Studie zur Prüfung der Wirksamkeit des Medikamentes Omalizumab bei Urtikaria

"Efficacy and safety of omalizumab in patients with chronic urticaria who exhibit IgE against thyroperoxidase"

Journal of Allergy and Clinical Immunology, 2011

Zusammenfassung:
Bei dieser Studie wurde festgestellt, dass das Medikament Omalizumab, das bereits erfolgreich in der Behandlung von Asthma eingesetzt wird,  bei 70% der Patienten mit chronischer spontaner Urtikaria für Symptomfreiheit gesorgt hat. 
Opens external link in new windowECARF-Pressemeldung

Prof. Dr. med. Marcus Maurer et. al.

Häufigkeit von psychiatrischen bzw. psychosomatischen Erkrankungen bei Patienten mit chronisch spontaner Urtikaria

"High Prevalence of Mental Disorders and Emotional Distress in Patients with Chronic Spontaneous Urticaria"

Acta Derm Venereol, 2011

Zusammenfassung:
Diese Arbeit untersucht, wie häufig Patienten mit chronischer spontaner Urtikaria an psychiatrischen bzw. psychosomatischen Erkrankungen leiden und welche Auswirkungen diese Zweiterkrankung auf die Patienten hat. Es zeigt sich, dass die Hälfte aller Patienten mit chronisch spontaner Urtikaria eine psychosomatische bzw. psychiatrische Erkrankung aufweist, vor allen Dingen Angststörungen wie Phobien und Depressionen bzw. Somatisierungsstörungen. Patienten mit solchen Zweiterkrankungen weisen eine erheblich höhere emotionale Belastung auf.

Prof. Dr. med. Marcus Maurer et. al.

Körpereigener Ansatz zur Verhinderung von Allergien

"T cell killing by tolerogenic dendritic cells protects from allergy in mice"

Journal of Clinical Investigation, 2011

Zusammenfassung:
In dieser Arbeit konnte ein körpereigener Mechanismus aufgeklärt werden, der die Entstehung von Allergien verhindern kann. Sie konnten zeigen, dass bestimmte Zellen des Immunsystems, sogenannte killerdendritische Zellen, befähigt sind, Allergiezellen auszuschalten. Die Ergebnisse der Studie eröffnen neue Perspektiven für Strategien zum Schutz vor Allergien.
Opens external link in new windowCharité-Pressemeldung

Prof. Dr. med. Marcus Maurer et. al.

Urtikaria

“Evaluating the Minimally Important Difference of the Urticaria Activity Score (UAS) and other measures of disease activity in patients with Chronic Idiopathic Urticaria”

„Annals of Allergy, Asthma & Immunology“, 2011

Zusammenfassung:
In dieser Arbeit wurde der Urtikaria-Activity-Score ("Goldstandard" für die Erfassung der Krankheitsaktivität bei Patienten mit chronisch spontaner Urtikaria), näher untersucht. In einem aufwändigen statistischen Verfahren konnte der „Minimal Important Difference“ (MID) identifiziert werden. Der MID ist die Mindestverbesserung, die sich bei Patienten im Urtikaria-Aktivitätsscore einstellen muss, damit diese die Veränderung als klinisch bedeutsam bewerten. Diese Festlegung ermöglicht erstmals, eine klare Aussage darüber zu treffen, ab welcher Verbesserung im Urtikaria-Aktivitätsscore ein Therapieverfahren zu einem echten Nutzen für den Patienten führt. Für die Zukunft bedeutet es, dass neue Therapieverfahren, die für die Behandlung von Urtikaria-Patienten zugelassen werden sollen, eine Verbesserung in der Urtikaria-Aktivität bringen müssen, die mindestens in der Größenordnung des MIDs oder darüber liegt.

Prof. Dr. med. Marcus Maurer et. al.

Medikament zur Behandlung des hereditären Angioödems

"Inflammatory skin responses induced by icatibant injection are mast cell mediated and attenuated by H1-antihistamines"

Experimental Dermatology, 2011

Zusammenfassung:
Warum die Haut nach subkutaner Applikation eines neuen Medikaments zur Behandlung des hereditären Angioödems mit Entzündungen reagiert, ist jetzt erforscht. Auslöser dieser Hautreaktion ist die dortige Aktivierung der Mastzellen. 
Diese neuen Erkenntnisse der Forscher aus dem Allergie-Centrum-Charité ermöglichen neben der vorbeugenden Gabe eines Antihistaminikums, zukünftig einen verbesserten Umgang mit diesen Hautreaktionen.

Prof. Dr. med. Karl-Christian Bergmann

Leiter der Pneumologischen Ambulanz am Allergie-Centrum-Charité und Leiter der mit ECARF kooperierenden Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst (PID)

Autor

Thema

Titel

Erscheinung

Prof. Dr. med. Karl Christian Bergmann et. al.

Hauttests für die Diagnostik allergischer Reaktionen des Sofort-Typs

"Skin tests for diagnostics of allergic immediate-type reactions. Guideline of the German Society for Allergology and Clinical Immunology"

Pneumologie, 2011

Prof. Dr. med. Karl Christian Bergmann et. al.

Untersuchungen mit Heuschnupfen

"How to design and evaluate randomized controlled trials in immunotherapy for allergic rhinitis: an ARIA-GA(2) LEN statement."

Allergy, 2011

Prof. Dr. med. Karl Christian Bergmann

Pneumologie (Lungenheilkunde)

"Pneumologie"

DGP-Newsletter (Deutsche Gesellschaft für Pneumologie), März 2011

Prof. Dr. med. Karl Christian Bergmann et. al.

Allergien gegen Rinder

"Testing for cattle allergy: modified diagnostic cutoff levels improve sensitivity in symptomatic claw trimmers."

Int Arch Occup Environ Health, 2011

Dr. med. Christina Elisabeth Zielinski

Leiterin der Arbeitsgruppe "Zelluläre Immunregulation" am Allergie-Centrum-Charité

Autor

Thema

Titel

Erscheinung

Dr. med. Christina Elisabeth Zielinski et.al. 

Menschliches immunologisches Gedächtnis gegen Krankheitsauslöser 

"Dissecting the human immunological memory against pathogens"

Immunological Reviews, März 2011

Zusammenfasung:
In dieser Übersichtsarbeit werden Studien aus dem Labor des Allergie-Centrum-Charité zusammengestellt, die demonstrieren, wie Erkenntnisse aus der Grundlagenforschung über das immunologische Gedächtnis zur Entwicklung von neuen Vakzinierungsstrategien, also Impfstrategien, führen. Insbesondere werden neuartige experimentelle Ansätze vorgestellt, mit der beim Menschen Immunzellen im „high-throughput“ Verfahren („Hochdurchsatzverfahren“) analysiert werden können, um so wichtige Informationen für die Entwicklung neuer Impfstoffe zu gewinnen.

Dr. med. Christina Elisabeth Zielinski et.al. 

"Pathogen-induced human TH17 cells produce IFN-γ or IL-10 and are regulated by IL-1βW"

Nature, April 2012

 

 

Spenden Sie für ECARF!

Mit Ihrer Spende helfen Sie, die Lebensqualität von Allergikern zu verbessern.

Opens internal link in current windowZur Spendenseite

ECARF-Qualitätssiegel

Allergikerfreundliche Produkte und Dienstleistungen können mit dem ECARF-Qualitätssiegel ausgezeichnet werden. Wie das geht und welche Produkte und Dienstleistungen das Siegel schon besitzen, erfahren Sie Opens internal link in current windowauf unserer Webseite.

ECARF-Newsletter

Erhalten Sie Infos zu den neuesten Stiftungs-aktivitäten sowie aktuellen Forschungsergebnissen und Neuigkeiten zu Allergien!

Opens internal link in current windowHier können Sie sich anmelden.

Wissenswertes über Allergien

Welche Arten von Allergien gibt es und was kann man dagegen tun? Antworten auf diese und weitere Fragen erhalten Sie in unserer Rubrik "Über Allergien".

Allergikerfreundliche Kommune Bad Hindelang

ECARF zertifiziert Allgäuer Urlaubsort als allergikerfreundlich

Opens internal link in current windowInfos zum Modellprojekt

Opens internal link in current windowPressemeldung zur Zertifizierung der Gemeinde Bad Hindelang

Opens internal link in current windowInfos zur Zertifizierung von Bad Hindelang

ECARF Media-Player

Hier finden Sie Interviews, aktuelle Radio- und Fernsehsendungen und vieles mehr rund um das Thema Allergien.

ECARF - Netzwerk

GARD Global Alliance against Chronic Respiratory Diseases
Institut für Produktqualität
Global Allergy and Asthma European Network
MeDALL - Mechanisms of the Development of Allergy
Allergic Rhinitis and it's Impact on Asthma
Autoinflammation Reference Center Charité
Autoinflammation Network e.V.
Urticaria Network e.V. Informationsportal für Urtikaria-Betroffene
STERN Ratgeber Allergie

ECARF - Förderer

Henkel