Montag, 16. Juli 2012
Kategorie: Pressemitteilungen
Der direkte Hautkontakt mit den Gifthaaren kann zu drei unterschiedlichen Krankheitsbildern führen, die allgemein als Raupendermatitis bezeichnet werden. In etwa zwei Dritteln aller Fälle tritt eine akute Nesselsucht (Urtikaria) auf, bei rund einem Drittel kommt es zu Entzündungen der Haut. In einigen Fällen bilden sich an der Haut Knötchen (Papeln), die Juckreiz verursachen können. Neben der Raupendermatitis sind noch weitere Symptome möglich. Die Europäische Stiftung für Allergieforschung (ECARF) gibt Erste-Hilfe-Tipps für den richtigen Umgang im Fall eines Kontakts mit den Raupenhaaren.
Eichen unbedingt meiden
Sie schweben in der Luft oder liegen auf dem Boden - besonders im Unterholz und im Bodenbewuchs finden sich die gefährlichen Gifthaare der Raupen. Dort können sie sich über Jahre hinweg halten. Die Gifthaare bleiben auch in Raupennestern, die an Bäumen haften oder auf dem Boden liegen. Starker Juckreiz, rote Flecken und Knötchen, Schwellungen, Quaddelbildung sowie Hautentzündungen sind die häufigsten Reaktionen auf das in den Brennhaaren der Raupen enthaltene Nesselgift.
Ein Kontakt der Raupenhaare mit den Augen verursacht beim Menschen häufig eine starke Bindehautentzündung. Mögliche Reaktionen auf das Einatmen der Gifthaare sind Schwellungen im Hals- und Rachenbereich, begleitet von Husten und Atemnot bis hin zu einem Asthmaanfall.
Daneben sind auch Allgemeinsymptome wie erhöhte Temperatur, Schwindelanfälle und Krankheitsgefühl möglich. Besonders gefährdet sind Kinder und Erwachsene in Freizeitanlagen, Gärten, Schulen, Kindergärten, Schwimmbädern, Parks und Wäldern mit Eichenbestand.
ECARF - Sofortmaßnahmen
Generell sollten Raupen und ihre Nester nicht berührt werden. Schon beim Verdacht eines Gifthaarkontakts können folgende Maßnahmen helfen:
Wer Nester des Eichenprozessionsspinners entdeckt, ist aufgefordert, diese umgehend zu melden, etwa beim zuständigen Gesundheits- oder Gartenbauamt.
"Als Mutter, Frau und Schauspielerin weiß ich genau, wie belastend Allergien im täglichen Leben sein können. Und das Schlimmste ist: Allergien werden im öffentlichen Bewusstsein immer noch zu wenig beachtet.
Deshalb unterstütze ich das Motto von ECARF: Lebensqualität trotz Allergie."
Finden Sie heraus, ob Sie möglicherweise an einer Allergie leiden.
Hier geht es zum ECARF-Allergietest

ECARF stellt Leitlinien für die Zertifizierung vor.
Mit Ihrer Spende helfen Sie, die Lebensqualität von Allergikern zu verbessern.
Allergikerfreundliche Produkte und Dienstleistungen können mit dem ECARF-Qualitätssiegel ausgezeichnet werden. Wie das geht und welche Produkte und Dienstleistungen das Siegel schon besitzen, erfahren Sie
auf unserer Webseite.
Erhalten Sie Infos zu den aktuellen Stiftungs-aktivitäten!
Welche Arten von Allergien gibt es und was kann man dagegen tun? Antworten auf diese und weitere Fragen erhalten Sie in unserer Rubrik
"Über Allergien".
Hier finden Sie Interviews, aktuelle Radio- und Fernsehsendungen und vieles mehr rund um das Thema Allergien.