Milben

Hausstaubmilbe

Milben gehören mit ihren rund 10.000 bekannten Arten zu den Spinnentieren und sind Bestandteil jedes intakten Ökosystems. Nachfolgend werden wir uns näher mit den Hausstaubmilben beschäftigen.

Mit dem bloßen Auge sind die winzigen Hausstaubmilben (ca. 0,1-0,5mm)  nicht zu erkennen. Sie bevorzugen ein feuchtes und warmes Klima, wie in feuchten Häusern, in noch nicht trocken gewohnten Neubauten und Niedrigenergiehäuser. Da sie nicht trinken können, sind Milben auf eine hohe Luftfeuchtigkeit angewiesen (20 Grad, 80% Luftfeuchtigkeit).

Dabei bevorzugen sie dunkle und ruhige Räume, insbesondere im Schlafbereich, in Bettdecken, Matratzen und Kopfkissen sind sie zu Hause. Aber auch in Stofftieren, Polstermöbeln, Teppichen und Vorhängen werden sie gefunden. Es gibt also so gut wie keine Wohnung, in der diese Milben nicht zu finden sind. Hausstaubmilben ernähren sich vor allem von tierischen und menschlichen Hautschuppen, Pilzen und den Federn von Haustieren. Der Mensch verliert pro Tag ca. 1,5 Gramm Hautschuppen. Diese kleine Menge reicht, um 1,5 Millionen Hausstaubmilben satt zu bekommen…

Die Milbe selbst ist nicht der Auslöser von Allergien, sondern der von ihr produzierte Kot, der die allergieauslösenden Stoffe enthält. Die Stärke der allergischen Symptome ist von der Milbenmenge und ihren Ausscheidungen abhängig. Bei einer Menge von 100 Milben pro Gramm Staub ist die Gefahr einer Sensibilisierung deutlich erhöht. Bei mehr als 500 Milben pro Gramm Staub ist bereits die Entwicklung eines allergischen Asthma bronchiale nachgewiesen. Ein Gramm Staub kann jedoch bis zu 10.000 Milben enthalten!

Neben den Hausstaubmilben ist an dieser Stelle auf die Vorratsmilben hinzuweisen, die Grundnahrungsmittel besiedeln (Käsemilben und Mehlmilben).
Die Küchenschabe ist ein flugunfähiges Objekt, das durch den Menschen verbreitet wurde. Im Körper der Schabe und ihrem Speichel sind Allergene enthalten. Besonders in Einrichtungen, in denen mit Nahrungsmitteln umgegangen wird, und in langen Belüftungsschächten werden diese Tiere häufig gefunden.

Die Küchenschaben ernähren sich von Nahrungsmittelresten und benötigen engen Wandkontakt. Auch wenn sie regelmäßig bekämpft werden, treten sie kurze Zeit später wieder auf. Da bereits niedrige Allergenmengen für eine Sensibilisierung ausreichen, sind diese Allergene ein oft unterschätztes Risiko.
Zu den erst neuerdings als relevant eingestuften Allergenen zählen die Staubläuse, die sich von Schimmelpilzen, Vorrats- und Getreideprodukten, pflanzlichen und tierischen Resten sowie von Papier ernähren. Insgesamt wurden bisher über 2.000 verschiedene Staublausarten beschrieben, 93 Arten sind in Mitteleuropa bekannt.

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