Therapie

Zur Therapie von Innenraumallergien gehört eine milbenreduzierte Umgebung. Erstes Ziel ist es also, die Allergenbelastung zu senken. Das ist bei tierischen Allergenen möglich, aber auch langwierig.  Allergene eines Haustieres befinden sich noch mindestens acht Wochen lang in hoher Konzentration in der Wohnung. Vor allem Katzenallergene kommen fast überall vor und können so zum Beispiel durch Straßenschuhe in die Wohnung getragen werden.

Durch folgende Maßnahmen können Allergene reduziert werden:

  • Teppichböden verbannen
  • Schlafbereich nur gering oder gar nicht heizen
  • Keine Tiere in den Schlafbereich lassen
  • Bettwäsche regelmäßig reinigen (vermindert die Allergenbelastung um 80%)
  • Staubfänger, wie zum Beispiel dicke Vorhänge aus der Wohnung entfernen
  • Keine Klimaanlagen oder Luftbefeuchter benutzen
  • Auch Kuscheltiere müssen gereinigt werden
  • Spezielle milbendichte Matratzen und Bettbezüge nutzen
  • Reinigung der Räume durch spezielle Hilfsmittel, die den Staub und die Allergene nicht aufwirbeln (z. B. von SWIFFER oder VILEDA)

Generell gilt: Temperaturen über 60% töten Hausstaubmilben ab.
Für die Reduzierung der Innenraumbelastung mit Schimmelpilzen gelten im Prinzip ähnliche Regeln wie für die Hausstaubmilben. Auch hier gilt es, daß durch vielfältige Maßnahmen die Belastung gesenkt werden, jedoch nicht vollständig beseitigt werden kann.

  • Luftfeuchtigkeit möglichst niedrig halten (unter 55%)
  • Keine Blumentöpfe im Schlafbereich
  • Keine Luftbefeuchter einsetzen
  • Regelmäßige Belüftung, besonders bei Kochen und Duschen in geschlossenen Räumen.

Behandlung

Bei einer unzureichenden symptomatischen Allergentherapie kann eine sogenannte Hyposensibilisierung mit bestimmten Antigenen (zum Beispiel der Katze) durchgeführt werden. Diese Therapie bietet in der Form der Dauer und Anwendung verschiedene Möglichkeiten. Die subkutane Hyposensibilisierung wird für drei Jahre empfohlen, da große Studien für diesen Zeitraum Erfolgsraten belegt haben. Neue Alternativen sind die sublinguale Hyposensibilisierung.

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