
Allergien haben in den letzten Jahrzehnten dramatisch zugenommen, insbesondere in den westlichen Industrieländern. Dabei gibt es viele Ursachen für die Entstehung von Allergien. Schätzungen zufolge leiden zwischen 4 - 8% der deutschen Bevölkerung unter einer Nahrungsmittelallergie oder Nahrungsmittelunverträglichkeit.
Gründe hierfür sind auch die erweiterten Nahrungsangebote (exotische Früchte, Gemüse, Getreidesorten usw.), andererseits die häufige Einnahme von Antaziden (säureblockende Medikamente bei Magenschmerzen).
Seit dem 25. November 2005 gilt eine neue EU-Vorschrift für die Lebensmittelkennzeichnung. Hersteller sind seitdem verpflichtet, detaillierte Angaben über die Inhaltsstoffe ihrer Produkte zu machen, insgesamt betrifft dies aber nur 14 Produktgruppen. Unberücksichtigt bleiben genaue Angaben zu versteckten, nicht deklarierten Inhaltsstoffen in Nahrungsmitteln. Diese stellen für Allergiker ein großes Problem dar. Hochgradig allergische Patienten, die in der Vergangenheit zum Beispiel mit Kreislaufbeschwerden oder Luftnot reagiert haben, sollten sich unbedingt ausführlich beim Allergologen und Ernährungsfachberater über mögliche Gefahren durch versteckte Allergene, zum Beispiel durch Kontamination im Herstellungsprozess, informieren und die eigene Schwellendosis durch Provokationstestungen ermitteln lassen.
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