Häufig lässt sich recht genau sagen, was eine Akute Urtikaria ausgelöst hat, nämlich beispielsweise die Einnahme von Medikamenten (auch solche, die zuvor gut vertragen wurden), ein akuter Infekt oder der Genuss von Alkohol oder stark gewürzten Speisen. Waschmittel oder Körperpflegeprodukte wie Shampoos, Cremes oder Duschgels sind hingegen fast nie Auslöser einer Akuten Urtikaria.
Glücklicherweise dauert es meist nur wenige Tage, bis die Beschwerden einer Akuten Urtikaria von alleine wieder abklingen. Deshalb wird diese Form der Nesselsucht auch nur symptomatisch behandelt, das heißt, das Auftreten von Quaddeln und Juckreiz wird mit Medikamenten, sogenannten Antihistaminika (auch Antiallergika), unterdrückt.
Typisch für die Chronische Urtikaria ist das stark und oft schnell wechselnde Beschwerdebild.
Es kommt häufig vor, dass trotz täglich auftretender Quaddeln ausgerechnet beim Arztbesuch plötzlich nichts mehr zu sehen ist und man als Patient in Erklärungsnot kommt. Das macht nichts: Allein anhand einer genauen Beschreibung kann die Diagnose zuverlässig gestellt werden.
Meistens aber treten die Quaddeln gerade dann auf, wenn man sie wirklich nicht brauchen kann. Hier haben sich Antihistaminika bewährt, die nebenwirkungsarm und zuverlässig vor dem Auftreten der Quaddeln schützen.
Insbesondere dann, wenn die Quaddelschübe täglich auftreten oder zusätzlich Angioödeme die Lage weiter verschlimmern, ist eine Suche nach zugrundeliegenden Ursachen und Auslösern angezeigt.
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