
Oft enthalten Nahrungsmittel Zutaten, die weder deklariert noch für den Verbraucher erkennbar sind. Besonders leicht tappen Lebensmittel-Allergiker in die Falle, wenn versteckte Allergene ihr Unwesen treiben. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn auf der Verpackung nicht alle Bestandteile aufgelistet sind. Oder wenn der Konsument die verwendeten Begriffe nicht versteht. Nicht jedem ist klar, dass in Ovalbumin oder Lecithin Eiprotein steckt und dass Casein, Caseinat und Lactose Milchprotein enthalten.
Verstecktes Milcheiweiß kann beispielsweise in Wurstwaren, Fertigsuppen und -soßen, Brot, Frühstücksflocken oder Margarine enthalten sein. Erdnuss und Soja zählen zu den Hauptallergenen und müssen deklariert werden.
Schätzungen zufolge leiden in Europa bis zu 8 % der Kinder und Erwachsenen an einer Nahrungsmittelallergie. Lebensmittel zählen damit zu den häufigsten Auslösern anaphylaktischer Reaktionen. Das größte allergene Potenzial geht von Erdnüssen, Sellerie, Senf, Milch, Ei, Fisch, Schalentieren und Baumnüssen (dazu zählen unter anderem Hasel-, Wal-, Peka-, Paranüsse und Cashewkerne) aus.
Quelle: Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz 44 (2001) 666-675.
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