26. Mai 2021
Neue Studie: Corona-Masken helfen auch bei Allergien

Diese Pressemitteilung wurde in Kooperation mit der Techniker Krankenkasse versendet.

 

Hamburg, 26. Mai 2021. FFP2- und OP-Masken helfen nicht nur beim Schutz vor Covid-19 sondern auch bei Allergien. Das zeigt eine neue Studie der Europäischen Stiftung für Allergieforschung (ECARF) in Kooperation mit der Techniker Krankenkasse (TK). Bei der Studie wurden Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit einer Gräserpollen-Allergie unter kontrollierten Bedingungen ihren Allergenen ausgesetzt. Dabei wurden sowohl subjektive allergische Symptome der Nase, der Bronchien und der Augen als auch messbare Allergiesymptome erfasst. Während die Exposition mit Gräserpollen bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern ohne Maske starke Symptome auslöste, waren die Symptome sowohl beim Tragen einer FFP2-Maske als auch beim Tragen einer sogenannten medizinischen Maske auf ein Drittel reduziert, teilen ECARF und TK mit. Die Studie zeige, dass Masken Menschen mit Heuschnupfen sehr wirksam schützten.

Masken bieten Allergikerinnen und Allergikern mehr Lebensqualität

Prof. Dr. med. Karl-Christian Bergmann, Vorsitzender der Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst in Berlin und Studienarzt bei ECARF, erklärt: „FFP2-Masken und medizinische Masken können Allergiesymptome während einer Pollensaison deutlich reduzieren. Insbesondere die Beschwerden an der Nase und die Produktion von Nasensekret gehen zurück. Die Masken lindern die allergischen Symptome so stark, dass das allgemeine Wohlbefinden nur noch gering gestört ist. Dadurch erhalten Menschen mit Allergien ein Stück Lebensqualität zurück.“

Derzeit belasten Birkenpollen – gut vorbereitet leiden Betroffene weniger

Laut Bergmann leiden Allergikerinnen und Allergiker derzeit vor allem unter Birkenpollen in der Luft. Sie machten rund 40 Prozent der 12 Millionen erwachsenen Allergikerinnen und Allergiker zu schaffen, führen zu Niesattacken, laufender Nase und Augenjucken. „Wer weiß, wann ’seine‘ Pollen fliegen, kann sich besser auf die Situation einstellen und bei Bedarf zum richtigen Zeitpunkt die passenden Medikamente nehmen – und gegebenenfalls auch eine Maske tragen“, so der Allergieforscher. „Wer seine Allergie kennt, leidet weniger.“

App warnt vor Allergenen in der Region

Die TK bietet deshalb für alle Allergikerinnen und Allergiker die TK-App Husteblume an, die gemeinsam mit Professor Bergmann entwickelt wurde. Sie enthält einen interaktiven Pollenflugkalender mit den Blütezeiten der häufigsten Allergene und eine Pollenbelastungsvorhersage – automatisch für die jeweilige Region oder manuell mithilfe von Postleitzahl, Ort oder Region. Per Pollenalarm können sich Nutzerinnen und Nutzer immer dann warnen lassen, wenn die Luft mit „ihren“ Allergenen besonders belastet ist.

Digitale Anwendung hilft, sich auf Erkrankung einzustellen

Daniel Cardinal, Leiter des Geschäftsbereichs Versorgungsinnovation der TK: „Insbesondere Menschen mit chronischen Erkrankungen können von digitalen Anwendungen profitieren. Mit der Husteblume auf dem Smartphone haben Pollenallergikerinnen und -allergiker viele nützliche und wichtige Informationen sowie Auswertungsfunktionen immer dabei.“ Betroffene sollten eine Pollenallergie nicht auf die leichte Schulter nehmen. Cardinal: „Wird eine Allergie nicht richtig behandelt, kann sich daraus Asthma entwickeln.“ Studien zufolge sind Menschen in den alten Bundesländern stärker betroffen als in den neuen Bundesländern. Außerdem treten Pollenallergien in Ballungsgebieten häufiger auf als im ländlichen Raum.

Symptome im digitalen Tagebuch dokumentieren

Die Nutzerinnen und Nutzer der Allergie-App Husteblume können in einem digitalen Tagebuch ihre Symptome und Medikamente erfassen und nach individuellen Vorgaben auswerten. Die App ist für Android und iOS kostenlos verfügbar.

Zum Hintergrund über die Allergie-App Husteblume

Die App enthält folgende Funktionen:

  • präzise Pollenbelastungsvorhersage automatisch für die jeweilige Region oder manuell mithilfe von Postleitzahl, Ort oder Region
  • interaktiver Pollenflugkalender mit den Blütezeiten der häufigsten Allergene
  • Pollenalarm mit Push-Nachricht
  • Tagebuch, in dem Symptome an Nase, Auge und Lunge sowie das Gesamtbefinden erfasst werden
  • Dokumentation der Medikamenteneinnahme
  • Erinnerungsfunktion zum Eintragen der Allergie-Symptome
  • umfangreiche Auswertungsfunktionen, zum Beispiel zum Zusammenhang der Symptome der Nutzerin oder des Nutzers mit der Pollenbelastung und ihren oder seinen Medikamenten in Form einer täglichen, wöchentlichen oder monatlichen grafischen Darstellung
  • laienverständliche Patienteninformationen zu den je nach Schwere der Erkrankung empfohlenen Therapieformen auf Grundlage der gültigen medizinischen Leitlinien
  • Lexikon mit Bildern zu den wichtigsten Informationen zu unterschiedlichen Allergenen und ihren Kreuzreaktionen
  • Selbsttest für Erwachsene zum allergischen Heuschnupfen mit Auswertung