Wie lassen sich während der Pollenzeit Allergiebeschwerden effektiv reduzieren?

Während der Frühling viele Menschen mit neuer Energie versorgt, erleben Pollenallergiker die ersten grünen Knospen häufig auch als Vorboten einer gesundheitlichen Belastungsphase. Die folgenden Tipps helfen Ihnen, die Beschwerden zu minimieren und die Pollenbelastung möglichst gering zu halten.

Richtig lüften während der Pollenzeit

Wohnen Sie auf dem Land? Dann sollten Sie folgende Zeiten beachten:

  • höchste Pollenbelastung: 4h – 6h morgens
  • geringste Pollenbelastung: 18h – 24h

Sind Sie in der Stadt zuhause? Dann gilt folgendes:

  • höchste Pollenbelastung: 18h – 24h
  • geringste Pollenbelastung: 6h – 8h

Urlaub

Fahren Sie doch mal in die Berge oder ans Meer. Wenn Sie wissen, gegen welche Pollen Sie allergisch sind, kann sich ein Trip in höhere Lagen oder an windige Küsten während der Blütezeit durchaus lohnen. Die Pollenbelastung nimmt ab 2000 Meter deutlich ab. Auch die Nord- und Ostseeinseln oder die Atlantikküste, wo der Wind hauptsächlich vom Meer her weht, bieten ideale Bedingungen für eine Pause von der Allergie. In Deutschland gibt es bereits sechs ECARF-zertifzierte heilklimatische Kurorte, die neben guten Luftbedingungen auch eine Vielzahl an allergikerfreundlichen Dienstleistungen im Angebot haben. Mehr Informationen finden Sie hier.

Freizeit

Idealerweise sollte die Allergie nicht Ihren Alltag bestimmen. Grundvoraussetzung hierfür ist, dass Ihre Symptome von Ihrem Hausarzt oder einem Allergologen abgeklärt wurden und entsprechend behandelt werden. Die Einnahme moderner, nicht müde-machender Antihistaminika kann Sie in akuten Zeiten dabei unterstützen, ihren Alltag möglichst normal zu gestalten. Versuchen Sie, verrauchte Räume, z.B. in Kneipen und Restaurants, zu meiden, ebenso wie das Schwimmen in stark gechlortem Wasser: Rauch (auch passiv konsumiert!) und Chlor reizen die Atemwege und leisten so allergischen Reaktionen Vorschub.

Autofahrten

So herrlich eine Fahrt im Cabrio auch ist: Bei starker Pollenbelastung kann es sinnvoll sein, die Fenster beim Autofahren geschlossen zu halten. Ideal ist eine Lüftung mit Pollenfilter. Bevor Sie sich ans Steuer setzen, denken Sie daran: Manche Antihistaminika machen müde – achten Sie also auf die Verordnung moderner, nicht müde-machender Präparate!

Wohnbereich

Clean washed unironed summer clothes with a fresh fragrance stacked in a wicker laundry basket with a bright green shirt on top overhead view on rustic wooden boards with copyspace to the right

Teppiche, Möbelstücke, Vorhänge, (Bett-)Wäsche – all diese Inventarteile eignen sich hervorragend, um Pollen und Allergene zu binden. Am besten minimieren Sie die Pollenbelastung in Ihrer Wohnung, indem Sie richtig lüften (siehe Punkt 1) und alle waschbaren Textilien regelmäßig reinigen oder waschen. Um Pollen und Staub von glatten Oberflächen zu entfernen, gibt es spezielle Produkte (siehe http://www.ecarf-siegel.de).

Auch ein Luftfilter kann gegebenenfalls sinnvolle Dienste leisten. Staubfänger wie Trockenblumen oder Wandteppiche sollten in einem Allergikerhaushalt besser nicht zum Einsatz kommen.

Körperpflege

Vorteilhaft bei der Pollenallergie ist es, das Duschen und Haarewaschen auf abends zu verlegen. Deponieren Sie Ihre Straßenkleidung außerhalb Ihres Schlafbereiches. Denken Sie daran, dass auch Handtaschen, Haarreifen und andere Accessoires Pollen an sich binden.

Mehr Informationen zum Thema Pollenallergie finden Sie hier.